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Bundeskongress politische Bildung (BuKo)

Herbsttagung der DVPB

BuKo2019 „Was uns bewegt. Emotionen in Politik und Gesellschaft“

7. bis 9. März 2019 in Leipzig Vom 7 bis 9 März 2019 fand in Leipzig der 14 Bundeskongress Politische Bildung zum Thema „Was uns bewegt! Emotionen in Politik und Gesellschaft“ statt. Emotionen spielen in Politik und politischer Öffentlichkeit unbestritten eine wichtige, jedoch auch ambivalente Rolle. Gerade in Zeiten von …

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7. bis 9. März 2019 in Leipzig

Vom 7 bis 9 März 2019 fand in Leipzig der 14 Bundeskongress Politische Bildung zum Thema „Was uns bewegt! Emotionen in Politik und Gesellschaft“ statt.

Emotionen spielen in Politik und politischer Öffentlichkeit unbestritten eine wichtige, jedoch auch ambivalente Rolle. Gerade in Zeiten von Populismus und „gefühlten“ Wahrheiten scheint es notwendig, den Emotionen Rationalität und Vernunft entgegenzusetzen.
Andererseits sind Emotionen und Kognitionen in der Politik, im politischen Denken und Handeln und auch in der politischen Bildung untrennbar miteinander verbunden. Nicht zuletzt emotional besetzte politische Ereignisse wie die „friedliche Revolution“, die sich 2019 zum 30. Mal jährte, geben Anlass für den Kongress, der Rolle von Emotionen in Politik und politischer Bildung auf den Grund zu gehen.
In thematischen Sektionen und Workshops werden kontroverse Gesellschaftsdiagnosen, wissenschaftliche Ergebnisse, politische und gesellschaftliche Herausforderungen sowie fachliche Fragen zum Thema Emotionen vorgestellt und diskutiert. Thematisiert werden
aktuelle Befunde zur Rolle von Emotionen in der politischen Auseinandersetzung, in den sozialen Medien, in Wirtschaft, Kunst, Bildung und Technologie. Der Kongress will zeigen, wie Emotionen politisches Engagement leiten, soziale Zugehörigkeiten regeln und Ausdruck
einer Verunsicherung durch gesellschaftliche Transformationen sein können. Die politische Bildung steht damit vor mehreren Herausforderungen. Einerseits sind Bildungsprozesse ohne Emotionen nicht denkbar, andererseits stellt sich die Frage, wie man in
Bildungssituationen mit einer zunehmend emotionalisierten Auseinandersetzung umgehen sollte.

Leitfragen des Kongresses waren sein: Welche Rolle spielen Emotionen in der Politik, in der politischen Auseinandersetzung und in der Öffentlichkeit? Sind Fakten und Rationalität als Grundlage politischen Denkens und Handelns auf dem Rückzug? Welche Strategien des Umgangs mit emotionaler politischer Auseinandersetzung in Gesellschaft, Politik und der Bildungspraxis gibt es? Wie sollten Emotionen in politischen Bildungsprozessen berücksichtigt werden?

    Auf der Homepage der bpb finden Sie Aufzeichnungen der gelaufenen Sektionen, Beiträge der Jugendredaktion sowie mehrere Podcasts, in denen die Sektionen zusammengefasst sind. Hier kommen Sie zur Seite des BuKo2019.

    Alle weiteren Informationen zum BuKo2019 finden Sie hier.

    Angebote, Bundeskongress

    Walter-Jacobsen-Preis 2021

    Im Jahr 2021 wurde der Walter-Jacobsen Preis im Zuge der DVPB Herbsttagung in den folgenden Kategorien vergeben. Praxis: Konzeptwerk Neue Ökonomie Auszeichnung für Bildungsmaterialien und -methoden, wie „Endlich Wachstum!“, „Zukunft für alle“ usw. Starker Transferansatz, umfassende Arbeit in die Praxis hinein. Konkrete Methodenvorschläge und didaktische Ansätze / konkrete Didaktik. Innovative …

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    Im Jahr 2021 wurde der Walter-Jacobsen Preis im Zuge der DVPB Herbsttagung in den folgenden Kategorien vergeben.

    Praxis: Konzeptwerk Neue Ökonomie

    Auszeichnung für Bildungsmaterialien und -methoden, wie „Endlich Wachstum!“, „Zukunft für alle“ usw. Starker Transferansatz, umfassende Arbeit in die Praxis hinein. Konkrete Methodenvorschläge und didaktische Ansätze / konkrete Didaktik. Innovative Verbindung von Wirtschaft und Nachhaltigkeit und Bezug zu konkreter Bildung. Organisationsform. Netzwerkarbeit, die Uni und Schule und außerschulischen Partnern und Sozialen Bewegungen verbindet.

    Dissertation: Dr. May Jehle

    Dr. May Jehle

    Innovative Fragestellung, Thema und methodisches Forschungssetting. Spannungsverhältnis zwischen Erziehung und Bildung im politischen Fachunterricht. Konkreter Blick auf den Unterricht. Kritischer Blick auf Staatsbürgerkunde und das Verhältnis von Erziehung und Bildung. Analyse von Unterricht in der Tradition von Kuhn, Massing, Grammes. Die Arbeit sticht methodisch heraus, ebenso historische Vergleiche, politischer Unterricht im Systemvergleich. Zentrale Arbeit für die Geschichte der PB.

    Innovation: Prof. Dr. Karim Fereidooni & Dr. Werner Friedrichs

    Prof. Dr. Karim Fereidooni

    Prof. Dr. Karim Fereidooni für die Verankerung von Rassismuskritik im Diskurs der politischen Bildung, was bisher ein blinder Fleck war. 

    Dr. Werner Friedrichs für die Fruchtbarmachung neuer Theorien (Neuer Materialismus) für die politische Bildung. Werner Friedrichs arbeitet die Diagnose des Anthropozän auf und entwickelt ein neues Bildungsverständnis. Zudem werden neue Verfahren und Methoden für politische Bildung entwickelt und es findet eine Verschränkung mit kultureller Bildung in innovativen Projekten statt.

    Dr. Werner Friedrichs

    Angebote, Walter-Jacobsen-Preis

    BuKO2015 „Ungleichheiten in der Demokratie“

    2. bis 4. November 2015 in Duisburg Vor dem Gesetz sind alle Bürgerinnen und Bürger gleich. Das ist eine der wichtigsten Grundlagen der Demokratie. Auch gibt es Regelungen, die für Chancengerechtigkeit und Schutz vor Diskriminierung sorgen sollen, wie das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz oder die unterschiedlichen Gleichstellungsgesetze auf Länderebene. Trotzdem wird in …

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    2. bis 4. November 2015 in Duisburg

    Vor dem Gesetz sind alle Bürgerinnen und Bürger gleich. Das ist eine der wichtigsten Grundlagen der Demokratie. Auch gibt es Regelungen, die für Chancengerechtigkeit und Schutz vor Diskriminierung sorgen sollen, wie das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz oder die unterschiedlichen Gleichstellungsgesetze auf Länderebene. Trotzdem wird in Politik, Medien und Wissenschaft zunehmend darüber diskutiert, inwiefern auf nationaler, aber auch auf europäischer und globaler Ebene die Klüfte zwischen den Menschen größer werden und sich Ungleichheiten verschärfen und welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind. Beim Bundeskongress haben wir aktuelle Befunde über asymmetrische Entwicklungen zur Diskussion gestellt. Insbesondere ging es um Entwicklungen, die aktuell an Relevanz gewinnen und über die bereits Debatten in den Medien angestoßen wurden, bei denen aber in breiten Bevölkerungsschichten noch Orientierungsbedarf besteht. Dazu gehören z.B. die Entstehung von Daten- und Technologiemonopolen, der in diesem Zusammenhang prognostizierte Einfluss auf menschliches Konsum- und Kommunikationsverhalten, veränderte Wertschöpfung, das Verschwinden der Arbeit und daraus resultierende gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Veränderungen.

    Leitfragen waren demnach: Welche (neuen) Asymmetrien entwickeln sich aktuell und welche Auswirkungen auf die Demokratie lassen sich absehen? Auf welche Weise entstehen Ungleichheiten und Asymmetrien? Wie viel Ungleichheit verträgt eine demokratische Gesellschaft und wie kann man diesem scheinbaren Automatismus des Auseinanderdriftens entgegenwirken, sofern dieser als problematisch eingeschätzt wird? Wer ist gefragt und wo liegt die besondere Aufgabe politischer Bildung?

    „Wie viel Ungleichheit verträgt die Demokratie?“ – so lautete die Keynote von Prof. Dr. Benjamin Barber, der im Landschaftspark Duisburg-Nord den 13. Bundeskongress Politische Bildung eröffnete. An der dreitägigen Kooperationsveranstaltung von DVPB, bpb und bap nahmen im März diesen Jahres ca. 1.000 Akteure und Interessierte aus Politik, Medien, Wissenschaft und Praxis teil. In den thematischen Sektionen diskutierten die TeilnehmerInnen gesellschaftliche Herausforderungen wie „Europa zwischen Inklusion und Exklusion“, den „Wandel der Arbeitswelt“ oder die „Entwicklung der Städte“. In der unter Federführung der DVPB gestalteten Sektion „Wie politisch ist die Politische Bildung?“ setzten sich Prof. Dr. Waltraud Meints-Stender, Prof. Dr. Klaus Peter Hufer, Prof. Dr. Reinhold Hedtke und Prof. Dr. Sibylle Reinhardt mit dem Selbstverständnis Politischer Bildung, Entpolitisierungstendenzen und dem Ziel der Partizipationsbefähigung auseinander. Dr. Ulrich Krüger, Vorsitzender des in die Kongressorganisation eingebundenen Landesverbandes NRW, moderierte die gut besuchte Veranstaltung. Die über 50 angebotenen Workshops beinhalteten diverse methodische Formate zu thematischen Schwerpunkten wie u.a. Bildungsgerechtigkeit, Medienmündigkeit oder der politischen Teilhabe von Minderheiten.

    Alle weiteren Informationen zum BuKo2015 finden Sie hier.

    Angebote, Bundeskongress

    Walter-Jacobsen-Preis 2018

    Die Herbsttagung 2018 endete mit der feierlichen Verleihung des Walter-Jacobsen-Preises der DVPB. Praxis: Dr. Christian Fischer & Nina Eichelsbacher Ausgezeichnet wurden in der Kategorie „Praxis“ Dr. Christian Fischer für seine Arbeit „Fallstudie Internethetze Entwurf und Diskussion einer Unterrichtsreihe über Grundrechte und Werte“ sowie Nina Eichelsbacher für ihre Unterrichtseinheit zum Thema: …

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    Die Herbsttagung 2018 endete mit der feierlichen Verleihung des Walter-Jacobsen-Preises der DVPB.

    Praxis: Dr. Christian Fischer & Nina Eichelsbacher

    Ausgezeichnet wurden in der Kategorie „Praxis“ Dr. Christian Fischer für seine Arbeit „Fallstudie Internethetze Entwurf und Diskussion einer Unterrichtsreihe über Grundrechte und Werte“ sowie Nina Eichelsbacher für ihre Unterrichtseinheit zum Thema: „‚Nachhaltige Stadtentwicklung‘ zur Förderung von politischer Gestaltungskompetenz“ im Kontext der Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Politischen Bildung.

    Dissertation: Dr. Alexander Wohnig

    Prof. Dr. Alexander Wohnig

    Für seine Dissertationsschrift „Zum Verhältnis von sozialem und politischem Lernen“, die im Jahr 2018 im Verlag Springer VS erschien.

    Angebote, Walter-Jacobsen-Preis

    DVPB Herbsttagung 2024

    Dass an die Politische Bildung immer wieder Erwartungen gestellt wurden, als Feuerwehr gegen radikale und extremistische politische Entwicklungen vorzugehen, hat ihr fachliches Selbstverständnis zunächst maßgeblich mit geprägt. So stand etwa die Gründung der Bundeszentrale für politische Bildung 1952 unter dem Vorzeichen eines „erzieherischen Verfassungsschutzes“. Und auch die flächendeckende Einführung des …

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    Dass an die Politische Bildung immer wieder Erwartungen gestellt wurden, als Feuerwehr gegen radikale und extremistische politische Entwicklungen vorzugehen, hat ihr fachliches Selbstverständnis zunächst maßgeblich mit geprägt. So stand etwa die Gründung der Bundeszentrale für politische Bildung 1952 unter dem Vorzeichen eines „erzieherischen Verfassungsschutzes“. Und auch die flächendeckende Einführung des politischen Unterrichts in Gymnasien mit der Saarbrücker Rahmenvereinbarung (1960) ist maßgeblich durch Hakenkreuzschmierereien Ende der 1950er-Jahre angestoßen worden. Seither hat sich die politische Bildung in vielen kontroversen Debatten und diskursiv entwickelten Leitbildern, mit eigenen Lehrstühlen und einer reichen Publikationslandschaft zunehmend professionalisiert.

    In den vergangenen Jahren sind die Begrifflichkeiten der 1950er-Jahre aber wieder in die politischen zurückgekehrt. Dazu gehören Ideen fur ein (wehrhaftes) Demokratiefördergesetz auf Bundes- und Landesebene wie auch die Forderung an die Politische Bildung, sich zu der in den 1950er-Jahren im Zuge von zwei Parteiverbotsverfahren vom Bundesverfassungsgericht definierten „freiheitlich-demokratischen Grundordnung“ zu bekennen und dieses Bekenntnis auch schriftlich gegenüber Fördergebern zu bestätigen.

    Als größter Dachverband der Politischen Bildung in Deutschland sieht sich die Deutsche Vereinigung für Politische Bildung (DVPB) verpflichtet, diese Entwicklungen kritisch zu begleiten und den Diskurs dazu anzuregen.


    Das Programm der Herbsttagung

    Donnerstag, 21. November

    16.00 Uhr
    Begrüßung und Eröffnung

    Die verrechtlichte Profession – Politische Bildung zwischen Verfassungsauftrag und Pädagogik?
    Michael May im Gespräch mit Martina Tschirner

    Demokratiebildung und Lehrerprofessionalität: Haltung als Leitidee und Herausforderung
    Susann Gessner
    Philipp Klingler
    Maria Schneider

    18.30 Uhr
    Abendessen im Anschluss Informelles Beisammensein

    Freitag, 22. November 2024

    Ab 7.30 Uhr
    Frühstück

    9.00 Uhr
    Forschungsprojekt PRÄViS: Passung außerschulischer Angebote der Radikalisierungsprävention mit den Bedarfen der Unterstützung in Schulen
    Gudrun Heinrich
    Alexandra Gericke
    Nils Zenker

    10.00 Uhr
    Gefährdete Demokratie?
    moderiert durch Andrea Szukala

    Demokratie ohne arbeitenden demos? Kritische Demokratiebildung gegen autoritäre Versuchungen
    Sascha Regier

    Von der Reaktion zur Kuration: Politische Bildung unter polarisierten Ungewissheitsbedingungen
    Christian Mühleis

    Entdemokratisierung im Namen der Demokratie. Postliberaler Rassismus und Versicherheitlichung politischer Bildung
    Malte Kleinschmidt

    12.30 Uhr
    Mittagessen und Pause

    13.30 Uhr
    Wehrhafte Demokratie

    Wehrhafte Demokratie!? In der Schule Grenzen staatlicher Toleranz im liberalen Rechtsstaat kontrovers diskutieren
    Georg Lauss

    Parallele Projektvorstellung: Demokratisch in der Postdemokratie – gesellschaftliche Teilhabe voneinander lernen
    Tabea Müller
    Anna Fuchs
    Sophia Schmidt

    14.30 Uhr
    Der 7. Oktober 2024 und die Folgen
    moderiert durch Gudrun Heinrich

    Der Krieg in Gaza. Herausforderung für das Klassenzimmer zwischen Kritik und Antisemitismus
    Philipp Mittnik

    Der 7.10. und dessen Folgen – Deutungen von Schüler*innen im Unterricht ersetzen, verändern, ergänzen?
    Konstantin Rosenberger

    16.00 Uhr
    Kaffeepause mit Kuchen

    16.30 Uhr
    Kulturelle Bildung als politische Bildung
    moderiert durch Benedikt Widmaier

    Musik für die innere Sicherheit? Demokratiebildung in der außerschulischen Musikpädagogik
    Dominik Feldmann

    Kulturelle Bildung in Zeiten autoritärer Versuchungen. Versäumnisse und Notwendigkeiten eines erweiterten Kritikbegriffs für die kulturelle Bildung
    Nils Zimmer

    18.00 Uhr
    Abendessen im Anschluss Abendprogramm / informelles Beisammensein

    Samstag, 23. November 2024

    Ab 7.30 Uhr
    Frühstück

    9.00 Uhr
    Politik der politischen Bildung
    moderiert durch Alexander Wohnig

    Vom Kummerkasten zum Werkzeugkoffer: Über die Rolle von Verbänden für die Stärkung von Lehrkräften (vor Landtagswahlen)
    Ilka Maria Hameister

    Politisierung eines Großvorhabens der politischen Bildung: Das Demokratiefördergesetz in der medialen Darstellung (2016-2024)
    Brian Miehle
    Andrea Szukala

    Auf zu neuen Ufern oder gemeinsam gegen den Strom schwimmen? Mobile Beratung und Politische Bildung in Zeiten autoritärer Zuspitzungen
    Sarah Fey
    Heiko Klare

    11.30 Uhr
    Resümée und Abschluss

    12.00 Uhr
    Mittagessen

    Anschließend für delegierte Mitglieder der DVPB:

    13.00 Uhr
    Delegiertenversammlung der DVPB

    16.00 Uhr
    Verabschiedung, Ende der Veranstaltung

    Angebote, Herbsttagung

    Call for Papers zur Herbsttagung 2024 der DVPB „Politische Bildung in Zeiten autoritärer Versuchungen: Feuerwehr – Polizeipatrouille – Deradikalisierung?“

    Die Herbsttagung der DVPB wird alle zwei Jahre von einem Landesverband der DVPB und dem Bundesverband durchgeführt. In diesem Jahr wird sie in Hessen in der Evangelischen Akademie Hofgeismar in der Nähe von Kassel stattfinden. Wir freuen uns, dass die Bundeszentrale für politische Bildung als Partner und Unterstützer der Herbsttagungen …

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    Die Herbsttagung der DVPB wird alle zwei Jahre von einem Landesverband der DVPB und dem Bundesverband durchgeführt. In diesem Jahr wird sie in Hessen in der Evangelischen Akademie Hofgeismar in der Nähe von Kassel stattfinden. Wir freuen uns, dass die Bundeszentrale für politische Bildung als Partner und Unterstützer der Herbsttagungen in diesem und in den nächsten Jahren mit der DVPB kooperiert.

    Dass an die Politische Bildung immer wieder Erwartungen gestellt wurden, als Feuerwehr gegen radikale und extremistische politische Entwicklungen vorzugehen, hat ihr fachliches Selbstverständnis seit Gründung der Bundesrepublik maßgeblich mit geprägt. So steht etwa die Gründung der Bundeszentrale für politische Bildung 1952 nach dem Wunsch der damaligen Bundesregierung unter dem Vorzeichen eines „erzieherischen Verfassungsschutzes“. Und auch die flächendeckende Einführung des politischen Unterrichts in Gymnasien mit der Saarbrücker Rahmenvereinbarung (1960) ist maßgeblich durch Hakenkreuzschmierereien Ende der 1950er-Jahre angestoßen worden. Seither hat sich das Feld der politischen Bildung professionalisiert und von politischer Einflussnahme weitgehend emanzipiert.

    In den vergangenen Jahren sind die Begrifflichkeiten der 1950er-Jahre aber wieder in die politischen Debatten zurückgekehrt. Dazu gehören Ideen für ein (wehrhaftes) Demokratiefördergesetz auf Bundes- und Landesebene wie auch die Forderung an die Politische Bildung, sich zu der in den 1950er-Jahren im Zuge von zwei Parteiverbotsverfahren vom Bundesverfassungsgericht definierten „freiheitlich-demokratischen Grundordnung“ zu bekennen und dieses Bekenntnis auch schriftlich gegenüber Fördergebern zu bestätigen.

    Als größter Dachverband der Politischen Bildung in Deutschland sieht sich die DVPB verpflichtet, diese Entwicklungen kritisch zu begleiten und den Diskurs dazu anzuregen. Wir freuen uns deshalb, wenn sich daran viele Kolleg:innen aus der formalen und non-formalen Politischen Bildung und den Hochschulen beteiligen und dafür Ideen einbringen.

    Dabei wünschen wir und Beiträge zu folgenden Perspektiven:

    • gesellschafts- und demokratietheoretische Auseinandersetzungen mit sozialen und
      politischen Entwicklungen im Kontext autoritären Versuchungen,
    • bildungstheoretische Beiträge zu Aufgaben, Zielen, Inhalten und Methoden politischer
      Bildung vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Entwicklungen im Kontext autoritärer
      Versuchungen,
    • bildungspraktische Beiträge aus dem Feld der schulischen und außerschulischen politischen
      Bildung wie etwa Darstellung von Konzepten, Methoden, Programmen oder Fällen mit
      Bezug zum Tagungsthema.

    Wenn Sie sich in diesem Sinne bei der Herbsttagung reflexiv einmischen wollen, beschreiben Sie Ihr Konzept inhaltlich und methodisch auf max. einer DIN A4-Seite und senden es bis zum 15.06.2024 an den Landesvorsitzenden der DVPB/Hessen (benedikt.widmaier@test7.antigraphics.de/).

    Angebote, Herbsttagung

    Bildung, DVPB, Herbsttagung, Politische Bildung

    Call for Papers anlässlich der Herbsttagung der DVPB 2022

    vom 17.–19. November 2022 im digitalen Raum des Landesverbands Baden-Württemberg Userinnen? Creatorinnen? Bürger*innen? Politische Bildung und die Herausforderung »digitaler Souveränität« im 21. Jahrhundert Liebe Kolleg*innen, liebe Kommiliton*innen, in Reaktion auf ein Naturereignis zu Distanzformaten gezwungen, muss die fachdidaktische Reflexion nun nachholen, was ihr gesellschaftliche wie technische Entwicklungen seit Jahren weitgehend unbeachtet …

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    vom 17.–19. November 2022 im digitalen Raum des Landesverbands Baden-Württemberg

    Userinnen? Creatorinnen? Bürger*innen?

    Politische Bildung und die Herausforderung »digitaler Souveränität« im 21. Jahrhundert

    Liebe Kolleg*innen, liebe Kommiliton*innen,

    in Reaktion auf ein Naturereignis zu Distanzformaten gezwungen, muss die fachdidaktische Reflexion nun nachholen, was ihr gesellschaftliche wie technische Entwicklungen seit Jahren weitgehend unbeachtet aufgetragen haben.

    Im Zuge der Corona-Pandemie wurde eine weitestgehend überraschte Profession vor Herausforderungen gestellt, die nicht länger als Zwischenspiel eines Ausnahmezustandes abgetan werden können, sondern vielfach längst zur »Normalität« gehören – eine Normalität, die auch bereits vor der Pandemie von sozialer Ungleichheit, weitreichenden Gewalt- verhältnissen und der existenziellen Bedrohung menschlichen Lebens auf dem Planeten geprägt war. In diesem Kontext bedarf es einer grundsätzlichen Reflexion der Möglichkeits- bedingungen »digitaler Souveränität« – die sich eben nicht getrennt von »analoger« Mündigkeit betrachten lässt.

    Insbesondere wenn wir »digitale Souveränität« als die „Summe aller Fähigkeiten und Möglichkeiten von Individuen und Institutionen, ihre Rolle(n) in der digitalen Welt selbst- ständig, selbstbestimmt und sicher ausüben zu können“ (Kompetenzzentrum öffentliche IT 2017) verstehen, ist der Zusammenhang zwischen Bildung und Digitalisierung – verstanden nicht nur als Einsatz digitaler Werkzeuge, sondern auch als gesellschaftlicher Wandel – für politische Bildner*innen in einer digitalisierten Welt bedeutsam.

    In diesen Diskursen scheint die Politische Bildung aber weitestgehend abgehängt und wird sowohl von anderen Disziplinen (etwa der Medienpädagogik) als auch von privaten Unter- nehmen, die den Bildungssektor zunehmend als Markt entdecken, verdrängt.

    Die Herbsttagung nimmt diese Konfliktlinien zum Anlass und soll nicht nur ein Nachdenken über »digitale Souveränität« im Feld der Politischen Bildung anstoßen, sondern auch zur Vernetzung mit einschlägigen, aber bisher nicht in den Blick genommenen zivil- gesellschaftlichen Akteur*innen beitragen.

    Der Phänomenbereich »Digitalität« soll bei der Herbsttagung der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung vom 17.–19. November 2022 nicht nur als Inhalt, sondern auch als Methode begriffen werden.

    Deshalb bitten wir um Vorschläge für Beiträge in frei wählbarer, möglichst interaktiver und dialogischer Form aus der Bildungspraxis, den Fachwissenschaften aller Bezugsdisziplinen und der Fachdidaktik der Politischen Bildung (aller schul- und außerschulischer Praxis- formen), beispielsweise zu folgenden Themenfeldern:

    • Welche Begriffsverständnisse von »digitaler Souveränität« und gesellschafts- theoretischen Analysen können für die fachdidaktische Reflexion fruchtbar gemacht werden?
    • Welche Einwände, Kritiken oder Klärungsversuche im Diskurs um »digitale Souveränität« lassen sich für die Politische Bildung formulieren?
    • Wie kann Politische Bildung die demokratische Teilhabe in einer digitalisierten Welt unterstützen und die Mitbestimmung über die Ausgestaltung dieser Welt ermöglichen?
    • Wie kann sich Politische Bildung im Bildungsbereich angesichts einer politisch einflussreichen Marktlogik positionieren, ohne selbst den Anschluss an Digitalisierungsprozesse zu verlieren? Wie lässt sich die digitale Infrastruktur als wesentlicher Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge denken?
    • Welche Bedeutung haben die im Diskurs um »digitale Souveränität« vorgeschlagenen Konzepte wie FOSS (Free & Open Source Software) für die Politische Bildung?

    Die Tagung findet in Kooperation mit der Heidelberg School of Education (Universität und Pädagogische Hochschule Heidelberg) statt.

    Bitte senden Sie Ihre Abstracts im Umfang von max. 2.500 Zeichen (inklusive Leerzeichen; exklusive Literaturangaben) bis zum 15.07.2022 als PDF an

    herbsttagung@dvpb-bw.de

    Ständig aktualisierte Informationen finden Sie auf der Webseite zur Herbsttagung unter

    https://herbsttagung.dvpb-bw.de

    Wir freuen uns auf Ihre Beiträge.

    Jun.-Prof. Dr. Alexander WohnigDr. Martin Lindeboom
    Bundesvorsitzender der DVPBLandesvorsitzender der DVPB Ba.-Wü.

    Angebote, Herbsttagung

    Call for Paper für die Herbsttagung 2021

    Hier finden Sie alle Unterlagen für den Call for Paper:

    Hier finden Sie alle Unterlagen für den Call for Paper:

    Angebote, Herbsttagung

    Herbsttagung 2020 Online

    Aufgrund der steigenden Infektionszahlen hat die DVPB entschieden, die Herbsttagung vollständig online zu halten. Gleichzeitig wurde das Programm verändert und die Teilnehmerbeiträge werden nicht erhoben. Außerdem wurde der Anmeldezeitraum verlängert. Alles Weitere finden Sie, wenn sie auf Herbsttagung 2020 klicken.

    Aufgrund der steigenden Infektionszahlen hat die DVPB entschieden, die Herbsttagung vollständig online zu halten. Gleichzeitig wurde das Programm verändert und die Teilnehmerbeiträge werden nicht erhoben.

    Außerdem wurde der Anmeldezeitraum verlängert. Alles Weitere finden Sie, wenn sie auf Herbsttagung 2020 klicken.

    Angebote, Herbsttagung

    Herbsttagung der DVPB vom 12.–14. November 2020

    Hier finden Sie die Einladung zum Download. Hier finden Sie das Programm zum Download.

    Hier finden Sie die Einladung zum Download.

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    Angebote, Herbsttagung